Schiefernau

Das Dorf Schiefernau, nordnordwestlich von Stockau am Zeisermühlbach gelegen, gehörte zur Pfarrei und Gemeinde Berg. Der Chronist Schaller nannte es 1789 als zum Kammeradministrationsgut Stockau gehörig und schreibt: "Schifernau, so auf der Karte unter dem Namen Schischetin angemerkt ist, von 9 Nummern."

1839 war Schiefernau auf 11 Häuser mit 77 Einwohnern angewachsen, 1913 hatte es 13 Häuser und 82 Einwohner, 1945 15 Häuser und 62 Einwohner. Die Gemarkung hatte ein Ausmaß von 311,94 ha im Jahre 1937. Davon entfielen 62,51 ha auf Äcker, 31,93 ha auf Wiesen, 7 ha auf Weiden, 202,71 ha auf den Wald.

Zu Schiefernau gehörte auch das Jägerhaus "Brandhäusl". Der Ort war nach Berg, knapp 3 km entfernt, eingeschult, die Bevölkerung in der Land- und Forstwirtschaft tätig und hatte 1913 einen 40 Mitglieder starken Land- und Forstwirtschaftlichen Verein.

Im ersten Weltkrieg stellte Schiefernau 10 Soldaten, davon kehrte einer nicht zurück. Im zweiten Weltkrieg waren 20 Mann eingezogen, davon sind 9 gefallen.
Rudolf Womes