Chronik der Ortschaft Großgorschin

(nach Johann Micko)

Großgorschin, knapp 5 km südwestlich von Muttersdorf gelegen, wird im Jahre 1579 erstmals als ein Dorf Gorschin" in der Geschichte genannt. Bei der Dreiteilung des Gutes Muttersdorf im Jahre 1644 werden Großgorschin und Kleingorschin bereits getrennt geführt. In Großgorschin gab es damals 6 Besitzer, deren Namen Hans Stelzig, Girgl Wolf, Hans Sperl, Hans Stich, Hans Penket und Wastl Wiedl lauteten. Nach der in Prag aufliegenden Rolle aus dem Jahre 1654 hatten die 6 Großgorschiner zusammen 44 Strich Felder, 20 Ochsen,10 Kühe,20 KÉlber und 21 Schweine. Im Jahre 1644 war Großgorschin zum Gut Schwanenbrückl gekommen.1789 wies Großgschin 12 Nummern auf,1839 ebenfalls noch 12 HÉuser mit 99 Einwohnern. Im Jahre 1913 zÉhlte es 13 Nummern und 103 Einwohner,1921 waren es 97 Einwohner. Im Jahre 1939 auch noch 103 Einwohner. Das FlÉchenausmaß der Gemeinde Großgorschin, zu der auch Kleingorschin, Pfaffenberg und Putzbühl gehörten, wies im Jahre 1937 260 ha auf. Großgoschin gehörte seit seiner Gründung zur Pfarrei Muttersdorf, obwohl es nach Waier viel nÉher gewesen wÉre. Im Jahre 1761 starb in Großgorschin Katharina Spörl,103 Jahre alt.1829 starb hier Johann Grundler im Alter von 100 Jahren. Zur Schule gehörte Großgorschin ursprünglich nach Muttersdorf, seit 1789 nach Waier. Im ersten Weltkrieg blieben von 12 Eingerückten fünf Soldaten aus. Im zweiten Krieg sind 7 Mann gefallen. Die Ortsgruppe des Deutschen Böhmerwaldbundes,1908 gegründet, zählte 30 Mitglieder. Aus Großgorschin stammte auch der hier im Jahre 1879 geborene spätere Graslitzer Dechant und Monsignore Andreas Hauser.



German-Bohemian Heritage Society

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