Chronik von Johanneshütte

(nach Johann Micko)

Johanneshütte wurde im Jahre 1776 als Glashütte gegründet und gehörte ursprünglich zum Dorf Schwanenbrückl von dem es etwa 500 Meter südwestlich entfernt ist. Dieses Dûrflein, mundartlich Hanneshüttn genannt, leitet seinen Namen von dem Gründer Johann Freiherr von Wiedersperg ab. Im Jahre 1805 erhielt es Nummerierung und Bezeichnung als eigener Ort. Im Jahre 1779 wird hierein Vergolder namens Philipp genannt. Ein Pachtvertrag aus dem Jahre 1810 berichtet: Die Glashüttenleute sind von Hauszins und Schutzgeld befreit. Sie brauchen nur an einem Tag Jagdtreiben leisten. Die GlashÄttenleute erhalten das Brennholz unentgeltlich. Das Hüttenholz ist vom Oktober bis zum April zu schlagen. Niemand darf jagen und fischen gehen. Im Jahre 1839 hatte Johanneshütte 1 1 HÉuser und 81 Einwohner, sowie zwei Spiegelschleifmühlen. Im Jahre 1881 wurde dieç Glashütte stillgelegt. Die Zahl der HÉuser betrug im Jahre 1890 noch 8, die Einwohnerzahl 53. Im Jahre 1913 zÉhlte Johanneshütte 7 HÉuser und 78 Einwohner und 1939 noch 8 Häuser. Johanneshütte war nach Schwanenbrückl eingemeindet und eingeschult, gehûrte jedoch zur Pfarrei Muttersdorf. Im ersten Weltkrieg fielen von 6 Eingerückten 2, im zweiten Weltkrieg blieben 3 Mann aus.



German-Bohemian Heritage Society

Return to Heimatbücher page