Chronik von Neubau mit Fuchsberg

Unweit des Fuchsberges, etwa 6 km südwestlich von Heiligenkreuz, lag einst das Grenz Neubau. Nördlich des Ortes erhebt sich die 706 Meter hohe Neubauhohe, von der man sehr gute Rundsicht über den ganzen Hostauer Gerichtsbezirk hat. Das Dorf Neubau wurde Anfang 1500 von oberpfälzischen Waldarbeitern und Landwigegründet. Ursprünglich bestand das Dorf aus 4 Häusern, die um den Hammerbrunnen gebaut waren. Zur damaligen Zeit wurde schon eine Glasschleiferei betrieben. Mitte de Jahrhunderts vernichtete ein Großbrand diese Ansiedlung. Sie wurde einige Jahre späte Stück südlich vom alten Standort wieder aufgebaut und hieß von dieser Zeit an mit sein
Häusern Neugebäu. Dieser Name ging schließlich im Laufe der Jahre in Neubau über. ältesten Bewohner des Dorfes dürften Wiedl, Liebl, Dietz, Rebitzer und Eckert gewsein.
DerOrtsteil Fuchsberg, amFußeder Neubauhohe soll100 Jahrefrüher entstanden sein. Hier befand sich zuerst ein großer Hof, dessen Eigentümer Gach hieß. Dieser Besitz soll unter mehrere Söhne der Familie aufgeteilt worden sein, so daß weitere Bauernhöfe entstanden.

Bis 1789 gehörte Fuchsberg zur Herrschaft Heiligenkreuz. Im Jahre 1839 zählte das Do Häuser mit 116 Einwohnern und war nach Schwanenbrückl eingeschult. Bis 1913, jetzt Gemeinde Neubau gehörend, war es auf 16 Häuser mit 106 Einwohnern angewachse

Das Dorf Neubau hatte sich im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte auch vergröße wies im Jahre 1839 24 Häuser mit 171 Einwohnern auf, zählte im Jahre 1913 33 Häuse 262 Einwohnern und hatte sich zuletzt auf 45 Hausnummern erweitert.

Das Ausmaß der Katastralgemeinde Neubau betrug im Jahre 1937 insgesamt 330 ha.Die Menschen erwarben ihren Lebensunterhalt überwiegend in der Land- und Forstwirtschaft Einen Bauernhof von 15 ha aufwärts besaßen in Neubau 5, in Fuchsberg 6 Bauern ln Neubau war auch ein Schmied, zwei Schreiner,1 Zimmermann,1 Drechsler und ein Kuferß (Binner genannt). Schließlich gehorten zum Dorf auch eine Kunstmühle und eine Brettsage. Bei den Familien mit kleinerem landw. Besitz gingen die Männer noch einer zweiten Beschäftigung nach, wieder eines Holzfallers. Maurers, Bauhilfsarbeiters und Taglöhners. Die Frauen verdienten im Winter durch das Koppeln von Spitzen Geld, das oft für die Bestreitung des Haushaltes aus reichte. Siber die Sommermonate begaben sich junge Mädchen und Frauen als Saisonarbeiterinnen in die berühmten Weltbader Franzensbad und Marienbad.

Am Ortsausgang nach Fuchsberg grüßte das Dorfkirchlein, dem heiligen Georg geweiht. Gottesdienst fand hier nur an Festtagen statt. Kirchlich war Neubau der Pfarrei Heiligenkreuz angeschlossen. Die Kinder besuchten die einklassige Volksschule im Ort, die in denJahren 1928/29 auf eine zweiklassige Schule erweitert wurde.

Das kulturelle Leben im Ort erfuhr eine Bereicherung durch die Musikkapelle Braun. Fernerbestand in Neubau auch eine Freiwillige Feuerwehr. Heute steht das Dorf Neubau nichtmehr. Die Felder und Wiesen sind als Weiden genutzt.Von Neubau und Fuchsberg fielen im ersten Weltkrieg 3 Mann, im zweien Weltkrieg sind 7 Mann gefallen und 4 Mann sind vermißt.



German-Bohemian Heritage Society

Return to Heimatbücher page