Chronik von Pfaffenberg

(nach Johann Micko)

Der Weiler Pfaffenberg dürfte Anfang der 1620-er Jahre gegründet worden sein, denn urkundlich kommt es erstmals beim Teilungsvertrag des Gutes Muttersdorf im Jahre 1644 mit 4 Hausern vor. Dürfte man dem Volksmund Glauben schenken, so Ware Pfaffenberg wie folgt entstanden: Ein Baron. wohl aus Muttersdorf stammend, habe die seinerzeit evangelischen Geistlichen nicht leiden können und sie verfolgt. In dem hohen Felsen der Pfaffenberger Lohe sollen sich diese versteckt gehalten haben, als sie von dem Baron eines Tages entdeckt wurden. Und weil sie von dem Felsen, der nachher Pfaffensprung, Pfaffenfels oder auch Pfaffenberg ge heißen wurde, hinabgestürzt wurden, sei der Name später auf die Häuser der Einschichte obergegangen. Geschichtlich erwiesen ist, daß Johann lll. von Wiedersperg in Muttersdorf ein eifriger Prote stantenverfolger war, was die şberlieferungen von einer Befreiung eines Pastors aus Schil ligkau und von dessen Herabzerrung von der Kanzel in Muttersdorf beweisen. So könnte es mit der Ortsnamensdeutung durchaus stimmen. Laut Rolle hatten die Pfaffenberger Besitzer zusammen 28 Strich Felder,8 Ochsen,4 Kühe 7 Kalber und 6 Schweine. Im Jahre 1688 waren Michl Gütter, Hans Schnobrich, Johann Tüst ner und Johann Safrat die Besitzer in Pfaffenberg. Obwohl nach Muttersdorf eingepfarrt, wurde gerne die Kirche in Waier besucht, wohin Pfaf fenberg auch eingeschult war. Im Jahre 1722 waren in Pfaffenberg 16 Einwohner,1784 34 Einwohner,1832 27 Einwohner, im Jahre 1890 wieder 22, im Jahre 1900 30, im Jahre 1910 32 und 1921 26 Einwohner. Im ersten Weltkrieg fiel aus Pfauenberg Johann Rebitzer. Pfaffenberg gehörte zur Gemeinde Großgorschin.



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