Chronik der Heimatgemeinde Rindl

Die Ortschaft Rindl wurde im Jahre 1589 erstmals erwähnt Nach dem OrtschaHsnamen wurde auch der Berg benannt 750 Meter über dem Meer. Bis zur Landesgrenze nach Sehwarzach waren es 5 km. Die Bezirksstraße durch Rindl wurde im Jahre 1925 gebaut. Den elektrischen Stromanschluß erhielt die Gemeinde erst im Jahre 1942.

Die einklassige Volksschule in Rindl war eine Expositur zur dreiklassigen Volksschule in Waier und wurde im Jahre 1897 erbaut. Vom Jahre 1894 an war in Rindl beim Kirchpeter Haus-Nr.6 eine Winterschule eingerichtet. Vor dem Neubau der Schule mußten die Rindlinger Schulkinder nach Waier zur Schule gehen.

Der erste Lehrer in Rindl warein gewisser HerrFlossmann, letzterundvorletzter Lehrerwaren Frl. Erika Laibl und der uns allen noch bekannte Herr Josef Frank aus Altgramatin, der im zweiten Weltkrieg fiel. Die Gemeinde Rindl gehörte, wie auch später zur Pfarrei Muttersdorf, wohin auch Waier bis 1786 eingepfarrt war. Jungrind war nach Stockau eingepfarrt. Im Jahre 1925 wurde eine Schriftfiche Umfrage veranstaltet, wer weiter bei der Pfarrei Muttersdorf bleiben wolle oder nach Waier eingepfarrt werden wolle. Die Mehrheit der Bewohner von Rindl entschied sich wieder für Muttersdorf, nur die Familie Wicki Haus-Nr.33 hat sich für Waier entschieden.

Die Rindfinger feierten aber seit jeher das Kirchenfest (St. Anna) mit dem Pfarrort Waier. Auch der Organist wurde von Rindl gestellt und zwar war es der weit im Umkreis bekannte Grecher Girgl HausNr.12, der von 1929 bis 1942 als Organist in Wai.er fungierte. Im Jahre 1942 wurde er dann von der Haushalterin des Pfarrers Baier, die auch Organistin war, abgelöst.

Die Gemeinde Rindl zahlte im Jahre 1939 mit Jungrinde Rothaust und zwei Einöden 44 Hausnummern. Die Einwohnerzahl betrug im Jahre 1930 239. Das gesamte Flächenausmaß betrug 396 ha, davon entfielen 117 ha auf Ackerland,98 ha auf Wiesen,85 ha auf Weideland,82 ha auf Wald und 1,5 ha auf Garten.

Im Jahre 1906 wurde in Rindl eine Freiwillige Feuerwehr gegründet deren erster Kommandant Lehrer Anton Kostner war, der von 1903 bis 1908 in Rindals Lehrer wirkte. Letzter Kommandant war der Schmiedemeister Anton Wicki. In Rindl bestand eine Ortsgruppe des deutschen Bohmerwaldbundes mit 31 Mitgliedern und auch eine eigene Musikkapelle, die bekannten Grecher-Musikanten. Wie altere Bewohner berichten, soll die Gemarkung von Rindl ursprünglich in 13 gleichgroße Teile aufgeteilt worden sein, und zwar in 12 Bauernhofe, während der 13. Teil Gemeindegrund blieb, auf dem ein Gemeindehirtenhaus und eine Gemeindeschmiede errichtet wurden. Der erste Weltkrieg forderte 9, der zweite Weltkrieg 21 Opfer.



German-Bohemian Heritage Society

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