Chronik der Schnaggenmühle

(nach Johann Micko)

Wie schon der Name sagt, verdankt das Dörfchen die Entstehung einer Mühle. Es liegt g im Walde versteckt am Quellbach der Radbusa in 590 Meter Meereshöhe,2 km von W und 1 km nördlich von Neid.

Als nach 1623 das Dorf Neid angelegt wurde, waren die nächsten Mühlen in Althütten un Seeg.

Das Jahr der Erbauung ist unbekannt, da die Mühle ursprünglich ein Teil des Dorfes Neid In den Matrikeln erscheint die Mühle erstmals im Jahre 1696, Hans Spürek war Müller in N ebenso im Jahre 1702. Im Jahre 1746 war eine Taufe aus der Neider Mühle oder Schn mühl. Im Jahre 1772 bestand schon die zweite Mühle. Die Erbauung der anderen Häu dürfte um 1770 erfolgt sein. Im Jahre 1846 erbaute der Müller Strentzl eine kleine Kap und erhält sie auch.

Im Jahre 1839 hatte Schnaggenmohle 6 Hauser mit 45 Einwohnern. Vom Jahre 1890 bis 1910 waren es 7 Hauser mit 65 Einwohnern. Im Jahre 1921 waren es 7 Hauser mit 43 Einwohnern Die Kinder von der Schnaggenmuhle besuchten seit 1789 die Schule in Waier, seit 1909 die Expositur in Neid.

Was den Namen anbelangt, so hieß es anfanres nur Neider Mühle. Erst 1746 heißt es Schnaggenmohl. Der Name ist begreiflich; die Mühle stand auf sumpfigem Boden, in waldumschlossener wärmeren Lage, in der sich Schnaggen günstig entwickeln können. Mundartlich Schnognmuhl". Wegen schlechter Geschäfte blieb die Mühle im Jahre 1910 stehen, ebenso die obere Mühle 1908.

Im ersten Weltkrieg ist ein Mann gefallen, im zweiten Krieg sind 3 Mann gefallen.



German-Bohemian Heritage Society

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