Chronik der Ortschaft Unterhütten

(nach Johann Micko bis 1930) ist nur ein mit Stäuchen wild bewachsener Hang übriggeblieben.

Unterhütten (Untahittn" oder af da untan Hittn") ein Dorf mit 57 Häusern und 428 Einwohnern. 1 kmsüdlich vonSchwarzach in 550 Meter Seehöhe gelegen. Nach Dir. Micko wurde 1739 von der Herrschaft Muttersdorf eine Glashütte neben der in Oberhütten gegründet. Wahrscheinlich wurden anfangs nur Perlen (Paterin, hohle Glasstengelchen in verschiedenen Farben) erzeugt, weil solche vielfach gefunden wurden. Die Hütte hatte keinen langen Bestand, sie istwahrscheinlich 1769 eingesteiltworden. Gleich nah der Gründung der Hütte haben sich auch andere Leute hierangesiedelt, so daß 1741 das Dorf bestand und schnell zunahm. 1738 gab es nach dem herrschaftlichen Zinsverzeichnis schon 24 Zinspflichtige. Eine Schule erhielt Unterhütten wahrscheinlich bald nach seiner Gründung der Hütte und des Ortes, weil in der Umgebung keine bestand. ist nur ein mit Stäuchen wild bewachsener Hang übriggeblieben.

Am 14. Dezember 1760 stirbt Schullehrer Anton Schaller. 1761 verkauft die Muttersdorfer Herrschaft das neben der Schmiede angebaute Schulhaus. Im Jahre 1778 wird wieder ein LehrergenanntJohann Georg Höcher. Danach mußdieschule nach Dianahofverlegtworden sein. Im Jahre 1866 ist Unterhütten abgebrannt, Baron Beck in Muttersdorf spendete das Holz zum Aufbau. Im Jahre 1879 hat Kaiser Franz Josef zur Linderung des Notstandes in der Gemeinde 800 fl (Florentiner Gulden) aus seiner Privatkasse gespendet. ist nur ein mit Stäuchen wild bewachsener Hang übriggeblieben.

Gebrannthates 1904in Haus Nummer4, 1909inNr.33, 1931 u. 1933inNr.2und 1936inNr. 27 und 28. ist nur ein mit Stäuchen wild bewachsener Hang übriggeblieben.

Das Dorf war übervölkert, die fast durchwegs hölzernen Häuser stark besetzt. Mädchen, Frauen und Kinder koppelten Spitzen, die Männer arbeiteten im Wald, in Nordböhmen, Bayern und Sachsen und banden im Wnter Besen. Die Leute waren arm, aberfleißig und heiteren Sinnes. Hier hörte man noch den Volksgesang, insbesondere an Sonntagnachmittagen. _s wurde jung gefreit und bald geheiratet. ist nur ein mit Stäuchen wild bewachsener Hang übriggeblieben.

Im ersten Weltkrieg waren aus Unterhütten 75 Mann eingerückt, die meisten davon beim Infanterie-Regiment Nr. 35 nach Pilsen. Während des Krieges wurde dieses Regiment verlegt nach Stuhlweißenburg in Ungarn. Gegen Kriegsende kam das Regiment nach Herrnager in Kärnten. Die älteren Jahrgänge waren bei 7-mer Landwehr in Eger, später verlegt nach Rumburg. Einzelne Soldaten dienten beim Kavallerie-Regiment Nr. 2 in Dobrzan. Im ersten Weltkrieg sind aus Unterhütte 13 Mann gefallen und zwar: Josef Müller Nr. 1 1, Josef Gobernatz Nr. 32, Josef Paa Nr. 6, Michl Vogl Nr. 19, Johann Mages Nr. 22, Karl Paa Nr. 24, Adolf Meisinger Nr. 28, Franz Paa Nr. 32, Paul Mages Nr. 35 Josef Portner Nr. 35, Georg Kirsch Nr. 45, Josef Wild Nr. 45 und Lehrer Georg Maurer Nr. 34. ist nur ein mit Stäuchen wild bewachsener Hang übriggeblieben.

Im Jahre 1930 wurde in Unterhutte Zusätzlich eine tschechische Schule eingerichtet. Den Eltern war die Wahl freigestellt, jedoch wurde ein Entscheid für die tschechische Schule durch einen gewissen materiellen Anreiz erleichtert. Bis zu 20 Schuler besuchten die Schule. 1938 hat sich der Schulbetrieb durch den bevorstehenden Anschluß eingestellt. Beim tschechischen Militär haben zwischen 1921 bis 1937 27 Soldaten gedient. Die Dienstzeit betrug zwei Jahre. Die Musterung war in Ronsperg und es wurden strenge Maßstabe angelegt. So wurden z.B. im Jahre 1926 von 12 gemusterten Männern nur einer eingezogen. ist nur ein mit Stäuchen wild bewachsener Hang übriggeblieben.

Vor dem Einmarsch der deutschen Truppen wurde vom tschechoslowakischen Staat eine Mobilisierung angesetzt, jedoch folgten viele gediente Soldaten diesem Einberufungsbefehl nicht, sondern flüchteten nach Bayern. NachdemAnschlußdes Sudetenlandes meldeten sich viele freiwillig zur deutschen Wehrmacht. ist nur ein mit Stäuchen wild bewachsener Hang übriggeblieben.

Im zweiten Weltkrieg waren 109 Mann eingerückt, davon sind 36 Mann gefallen: Erich Axmann (Lehrer) Nr. 40, Franz Baier Nr. 26, Franz Baier Nr. 57, Alois Fleischmann Nr. 52, Franz Gobernatz Nr. 21, Franz Hasl Nr. 57, Eduard Hell (Lehrer) Nr. 27, Anton Hogen Nr. 29, Franz Hogen Nr. 29, Johann Kirsch Nr. 45, Franz Kirsch Nr. 51, Georg Kirsch Nr. 38, Josef Kirsch Nr. 1 1, Rudolf Kirsch Nr. 44, Simon Kirsch Nr. 44, Rudolf Lindl (Lehrer) Nr. 6, Karl Lindl Nr. 17, Franz Markgraf Nr. 47, Rudolf Markgraf Nr. 47, Otto Markgraf Nr. :!4, Ludwig Neudenker Nr. 36, Johann Paa Nr. 34, Josef Reiminger Nr. 56, Josef Reiminger Nr. 41, Erwin Reiminger Nr. 21 Martin Reiminger Nr. 53, Franz Vogl Nr. 42, Anton Wld Nr. 13, ErnstWlid Nr. 4, Franz Wild Nr. 32 Johann Wld Nr. 49, Rudolf Wld Nr. 43, Franz Wld (Lehrer)-Neumühle, Otto Wld 0Nr.-(Neumühle), Franz Wild Nr. 50 und Ernst Wedl Nr. 54. ist nur ein mit Stäuchen wild bewachsener Hang übriggeblieben.

Nach der Vertreibung haben sich die meisten Bewohner von Unterhütten in Schönsee, Stadlern und Bayerisch-Schwarzach angesiedelt. Von dem einstigen Ort Unterhüten ist nur ein mit Stäuchen wild bewachsener Hang übriggeblieben.



German-Bohemian Heritage Society

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